Auch vier Tage nach den Erdstößen der Stärke 9,0, dem Tsunami und den massiven Problemen in den Kernkraftwerken war die Situation bei den Automobilherstellern einigermaßen unübersichtlich. Ebenso schwierig ist die Lage bei den Zulieferbetrieben; außerdem sind wichtige Straßenverbindungen unterbrochen. Wir haben dennoch versucht, für Sie einen Überblick über die Lage zu verschaffen.
Daihatsu: Die Werke Ikeda City und Shiga liegen auf Höhe von Osaka, also im Süden. Sollten nicht Stromabschaltungen einen Produktionsstopp erzwingen, ist nichts Derartiges geplant.
Honda: Beim Erdbeben am Freitag wurde ein Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Tochigi getötet, 34 wurden verletzt. Alle Aktivitäten in den Werken Sayama, Ogawa, Tochigi, Hamamatsu und Suzuka wurden bis auf Weiteres eingestellt. Am 21.3. soll die Arbeit in Kumamoto wieder aufgenommen werden.
Isuzu: Da der D-Max in Thailand gebaut wird, könnte es – wenn überhaupt – nur Probleme mit Zulieferteilen aus Japan geben.
Mazda: Der ursprünglich für drei Tage geplante Produktionsstopp in den Werken Hiroshima und Hofu wurde am Dienstag bis 20.3. ausgedehnt.
Mitsubishi: Die Produktion in den drei großen Werken Nagoya, Mitsushima und Sakagura wurde vorläufig bis Mittwoch ausgesetzt. Sie liegen im Süden und sind nicht beschädigt.
Nissan: Die Arbeit in den Werken Tochigi und Iwaki wird bis 18.3. eingestellt; in Oppama, Kyushu, Nissan Shatai und Yokohama sollen die ersten Autos bereits ab Mittwoch wieder von den Bändern laufen.
Subaru: Bis zumindest Mittwoch ist das Werk in Gunma (in der Nähe von Tokio) geschlossen: Es gibt zwar kaum Schäden, doch wurde der Strom zeitweise abgeschaltet. Nach derzeitigem Stand soll die Produktion am Donnerstag wieder hochgefahren werden.
Suzuki: Alle sechs Werke liegen im Süden und sind nicht beschädigt. Aus Pietäts- und Solidaritätsgründen hat sich das Unternehmen jedoch entschlossen, die Arbeit bis Mittwoch ruhen zu lassen.
Toyota: Alle Werke wurden bis zumindest Mittwoch abgeschaltet, weil der Strom zur Katastrophenbewältigung eingesetzt werden soll. Schäden gibt es an den Produktionsanlagen keine.
Die einzelnen Hersteller haben Sach- und Geldspenden geleistet, die Reklameschilder abgeschaltet und die Beleuchtung in den Schauräumen reduziert.
