Laut dem EuGH sind explizit geschlechtsabhängige Versicherungsverträge in Zukunft nicht mehr zulässig. Bis zum 21. 12. 2012 müsse das Urteil in nationales Recht umgesetzt werden, bestehende Verträge seien jedoch nicht betroffen. In der Versicherungsbranche wird dies als realitätsfern kritisiert, in der Praxis würden z. B. Gesundheits- oder Pensionsversicherungen für Männer nun empfindlich teurer. „Bei Kfz-Versicherungen sind die Auswirkungen dagegen minimal, wenn überhaupt vorhanden", sagt Dr. Franz F. Gugenberger, Geschäftsführer von carplus. Ähnlich äußert sich Kurt Molterer, Hauptbevollmächtigter der Garanta: „Das Thema hat sich schon in den vergangenen Jahren deutlich reduziert." Mittlerweile würden nur noch wenige Versicherunsgesellschaften ihre Kfz-Tarife nach dem Geschlecht der Versicherungnehmer differenzieren.
