In Österreich beträgt der Bioanteil bei Benzin seit Oktober 2007 5 % (E5), bei Diesel sind es seit zwei Jahren 7 statt zuvor 5 % (B7). Laut Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie, besteht im Moment kein Druck für eine Erhöhung des Bioanteils an Kraftstoffen. Laut der Kraftstoffverordnung 2011, die aber noch nicht rechtskräftig ist, soll das Substitutionsziel ab Oktober 2012 neu definiert werden. Doch angesichts der Diskussionen in Deutschland warnt Capek vor einer voreiligen Festlegung: „Man sollte überprüfen, ob der Oktober 2012 wirklich notwendig ist. Meiner Meinung nach könnte man das Ganze auch um zwei Jahre verschieben. Das würde das Erreichen der EU-Ziele keineswegs gefährden; man hat ja bis 2020 Zeit.“ Durch die Verschiebung, so Capek, wäre durch die Erneuerung in den Flotten auch der Fahrzeugbestand jünger; die von manchen Konsumenten befürchtete Schädigung der Autos durch die Bio-Beimischung wäre weitaus weniger geringer.
In Deutschland wurde übrigens am Dienstag beschlossen, an der Einführung von E10 festzuhalten, obwohl der neue Treibstoff von vielen Autofahrern aufgrund der Bedenken nicht angenommen wird. Die „Aufklärung“ der Konsumenten soll jedoch verbessert werden ...



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