Die damit verbundene Verunsicherung und Kaufzurückhaltung machte jegliche Jahresplanung 2011 zur Makulatur. Der Neuwagenverkauf ist im Jänner 2011 gegenüber dem schon von Haus aus schlechten Vorjahr um 63 % eingebrochen. Der Marktführer Toyota mit einem Marktanteil von knapp 10 % musste ein Minus von 64 % hinnehmen, Ford als griechische Nummer 3 (hinter Opel) ein Minus von 70 %. Insgesamt fanden in einem Monat landesweit lediglich 6.000 Neuwagen einen Käufer – weniger als ein Drittel des Volumens vor der Krise. Teure Autos sind derzeit faktisch unverkäuflich: Das führte bei Lexus zu einem Minus von mehr als 90 %, beim Porsche Cayenne zu minus 100 %.
Damit kommen auch die Gebrauchtwagen voll unter Druck. Welcher Kunde kauft sie schon, wenn er um dasselbe Geld ein neues Auto vom übervollen Händlerlager bekommen kann? Der Athener Branchenanwalt Demosthenes Coressis verweist darüber hinaus auf die vor der Krise getätigten hohen fremdfinanzierten Investitionen in neue Händlerstandards. Diese erweisen sich nun als Mühlstein um den Hals der Markenhändler.
Durch die mit der Kaufzurückhaltung verbundene Alterung des Fahrzeugbestandes wandern auch das Service- und Reparaturgeschäft zunehmend von den Markenbetrieben zu den freien Werkstätten ab. Bisher gingen in den Autohäusern durch den unvermeidlichen Jobabbau 17 % der Arbeitsplätze verloren. Derzeit lässt sich ein Ende dieser Talfahrt noch nicht absehen.
