„Europa wird auf hohem Niveau stabil bleiben, Amerika wird wachsen und in China wird das Wachstum, wenngleich nicht mehr so stark wie in früheren Jahren, weitergehen“, sieht Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, keine Anzeichen für eine Trendwende. Colin Dodge, Vice President Nissan, glaubt ebenfalls an eine weitere Aufwärtsentwicklung. Nissan könne dank der Werke in Großbritannien und Spanien seine Fahrzeuge in Europa ohne die Wechselkursprobleme der japanischen Konkurrenz anbieten und werde sich daher „zweifellos“ als größter japanischer Anbieter am europäischen Markt etablieren.
Opel-Chef Nick Reilly stimmt trotz der im Vorjahr um 2,4 % gesunkenen Verkäufe in die allgemeine Zuversicht mit ein: Die Restrukturierung verlaufe nach Plan, die neuen Modelle kämen ausgezeichnet an. „Ein großer Traum“ sei es, in einigen Jahren auch die zweite Generation des teilelektrischen Ampera, der vorerst aus US-Fertigung kommen werde, in Europa zu bauen.
Mahnende Stimmen sind selten. Doch auch wenn es nicht offen formuliert wird: Dass am Branchenhimmel wieder Wolken aufziehen müssen, ist allen Beteiligten klar. Bis dahin stehen mangelnde Lieferkapazitäten und nicht die Überproduktion vergangener Jahre auf der Sorgenliste ganz oben. Zweifellos ein erträglicheres Problem – aber dennoch eine Tatsache, die manche Marken in den kommenden Monaten um viele Kaufabschlüsse bringen wird.
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