Behörden wird landläufig nachgesagt, dass sie nicht besonders kundennah agieren: Im Falle der „Reifen & Felgen-Datenbank“ hatte das Land Oberösterreich aber das Ohr ganz nahe am Bürger. Unter dem Link http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/SID-DBCA3FCA-5834879B/ooe/hs.xsl/93653_DEU_HTML.htm findet sich seit rund einem halben Jahr besagte Datenbank, die eine Fülle von genehmigten Daten auflistet. „Wir haben monatlich 2.000 Zugriffe und 1.000 Downloads“, sagt Dipl.-Ing. Werner Jüngling, Leiter der Abteilung Verkehr im Amt der Oberösterreichischen Landesregierung. Sowohl Händler als auch Privatkunden können in der Datenbank gleich eine Genehmigung herunterladen und ausdrucken. Eine §-57a-Werkstätte bestätigt dann, dass die Reifen-Felgen-Kombination genehmigt wurde, sodass der Käufer nicht mehr zur Behörde muss. Eine Erweiterung auf andere Bereiche des Tunings (z. B. Spoiler, Folien, Rundum-Verbauten) wäre durchaus möglich, heißt es.
In Oberösterreich kann man sich auch vorstellen, dass andere Bundesländer dem Beispiel folgen: „Allerdings würden wir an eine Kostenbeteiligung denken, schließlich hat der Aufbau der Datenbank 10.000 € gekostet“, sagt der Abteilungsleiter. Mit ein bis zwei Tausendern, so heißt es in Linz, könnten aber auch andere Bundesländer die Daten auf ihre Homepage stellen ...
