So plant die Gruppe einerseits den Ausbau des Tankstellennetzes in Österreich und im benachbarten Ausland – sowohl was deren Anzahl, aber auch deren Qualität betrifft – und andererseits die konsequente Entwicklung von Tankstellen entweder zum Dienstleistungszentrum oder als Automatentankstelle (Turmöl Quick). Turmöl, die Eigenmarke der Gruppe sei erfolgreich und entwickle sich besser als die Stationen der Marken Shell (7 Standorte) und BP (111 Standorte, ca. 1/3 des BP-Netzes).
„Die Kosten der Tankstelle sollen Shop und Waschgeschäft einspielen, der Treibstoff ist dann eigentlich nur Frequenzbringer“, formuliert Dr. Bernd Zierhut, gemeinsam mit dem neuen Eigentümer der Doppler-Gruppe Franz Joseph Doppler Geschäftsführer, plastisch. Er möchte auch die derzeit 4,5 bis 5 Cent Treibstoffmarge auf 5,5 bis 6 Cent pro Liter steigern. Während sich die Gruppe bei Erdgas (CNG) und künftig auch bei Autogas (LPG) engagiere, werde sich Doppler beim Elektroauto erst in die Wertschöpfungskette einklinken, wenn klar sei, wo es hingehe.
Mit dem Shop-Konzept „Spar Express“ hat man bereits ein Jahr lang Erfahrung: Überwiegend konnten damit die Umsätze der Tankstellenshops vervielfacht werden. Unter einem Dienstleistungszentrum versteht man bei Doppler außer Treibstoff, Autowaschen und Nahversorgung und einer Gaststätte auch die Angebote eines Paketshops (an 100 Standorten), eines Postpartners (an 2 Standorten), der Trafik, aber auch Bankdienstleistungen (im Test), einer Wäscherei oder eines Videoverleihs bzw. einer Apotheke. Bei Letzterer gehe es nicht darum, schwere Antibiotika zu verkaufen, sondern ein Grundsortiment, mit dem sich beispielsweise Kopfschmerzen behandeln ließen.
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