Weniger Umsatz, mehr Ertrag: So lassen sich die Daten für das Wirtschaftsjahr 2009/10 zusammenfassen. Während der Umsatz um 4,7 % auf rd. 1,17 Mrd. € zurückging, konnte das operative Ergebnis um 28,9 % auf 11,5 Mio. € verbessert werden. Wie das Unternehmen mitteilt, bedeutet dies den bislang zweitbesten Wert. Parallel stieg die Umsatzrendite von 0,7 auf 1 %. „Berücksichtigt man das Anlaufen neuer Marken wie zuletzt etwa Ford, sollten mittelfristig 1,5 % realistisch sein“, meint Aufsichtsratschef Albert Still. Ohne derartige Erstinvestitionen könne die Umsatzrendite durchaus 2 % betragen.
„Die Krise ist Vergangenheit, ohne dass wir Kollateralschäden davongetragen hätten“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Volker Borkowski. Umsatz- und absatzseitig wolle man nun „zu der Strategie des kontinuierlichen Wachstums von 5 bis 10 % pro Jahr zurückkehren“. Im vergangenen Wirtschaftsjahr wurden 42.673 Neufahrzeuge (2009: 49.423) abgesetzt, wobei das Minus lt. Borkowski vor allem auf den Wegfall der deutschen Abwrackprämie zurückzuführen war. Die Gebrauchtwagenverkäufe stiegen dagegen von 32.389 auf 33.343 Stück, außerordentlich starke Zuwächse gab es im Service- und Teilebereich.
Zur AVAG Holding gehören mittlerweile 49 Firmen mit 128 Standorten in Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien und Polen. Diese vertreten insgesamt 13 Marken. Hierzulande kontrollierte die AVAG im vergangenen Jahr exakt 2 % des gesamten Neuwagenmarktes. Aufgeteilt nach Marken, betrug ihr Anteil bei Opel 18,9 %, bei Chevrolet sogar 19,9 %, bei Kia 3 %, bei Nissan 2,9 %, bei Suzuki 1,8 % sowie bei der neu hinzugenommenen Marke Ford 0,4 %.
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