Eigentlich spielt der Spritverbrauch auf der arabischen Halbinsel – wenn überhaupt – nur eine untergeordnete Rolle bei der Wahl eines Automobils. Und doch hat Volkswagen die erste Ausgabe der Motor Show von Qatar für die Premiere seines neuesten Forschungsfahrzeuges ausgewählt. Hinter dem 3,89 Meter langen XL1 verbirgt sich die neueste Evolutionsstufe des von VW-Boss Ferdinand Piech stets angekündigten Ein-Liter-Autos.
Das Monocoque und die Anbauteile wurden aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (also sehr leicht) hergestellt, angetrieben wird das Fahrzeug von einem Zweizylinder-TDI mit 0,8 Liter Hubraum und einer Leistung von 48 PS, der mit einem 27 PS starken Elektromotor und einer Lithium-Ionen-Batterie kombiniert ist. Die Kraftübertragung erfolgt mittels eines 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes. Klar, dass sich der Akku via Bremsenergierückgewinnung beim Bremsen wieder auflädt.
Das 795 Kilogramm leichte Auto ist als Plug-in-Hybrid konzipiert und kann nach der Aufladung an jeder Haushaltssteckdose bis zu 35 Kilometer elektrisch fahren. Für 100 Kilometer reichen angeblich 0,9 Liter Diesel aus. Zwei Passagiere haben nebeneinander Platz, der Ein- und Ausstieg erfolgen durch Flügeltüren. Trotz aller Sparmaßnahmen ist  Tempo 100 in 11,9 Sekunden erreicht, bei 160 km/h wird elektronisch abgeregelt. Übrigens: Einen Kofferraum gibt es auch, er fasst immerhin 100 Liter.
Dass dieses Auto je in dieser Form in Serie gebaut wird, ist auszuschließen: Doch VW spricht davon, dass es erstmals gelungen sei, diese Technik in Seriennähe zu entwickeln. Man darf also gespannt sein ...



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