Daher läuft man bei Hahn offene Türen mit jenen Projekten ein, die dem Ausbau des Wasserweges Donau dienen. Für die Regionalpolitik stehen dem EU-Kommissar für die Budgetperiode 2007 bis 2013 insgesamt 100 Förderungsmilliarden zur Verfügung, die teilweise der Verwirklichung solcher Vorhaben dienen. Im Gespräch mit info4you verwies er darauf, dass die Donau derzeit nur zu 10 % „ausgeschifft“ sei.
Als Tor zum Osten stünden im Wiener Hafen schon jetzt große Umschlagkapazitäten zur Verfügung. Momentan gehe es vorrangig darum, einige Engpässe auf der Route zum Schwarzen Meer zu beseitigen. Diese hätten als Nadelöhr eine bessere Nutzung – wie etwa beim Rhein – bisher verhindert. Eine ökologische Zielsetzung sei auch die engere Verknüpfung der Schiene mit dem Wasser. Entlang der Wasserstraßen könnten auch Technologieparks angesiedelt werden, die den Regionen zusätzliche Impulse gäben. Für Österreich seien dafür Krems und Enns prädestiniert. Auch der Fremdenverkehr würde davon profitieren.
Für das Frächtergewerbe sieht er in diesen Plänen keine Konkurrenzierung. Der Straßentransport werde keineswegs ausreichen, den steigenden Warenverkehr mit Osteuropa zu bewältigen. Die verstärkte Nutzung der Donau sei dazu eine ökologisch sinnvolle Ergänzung.