Seit eine Grazer Zeitung am vergangenen Wochenende über den neuen Dienstwagen des steirischen Wirtschaftskammerpräsidenten berichtet hatte, gab es heftige Diskussionen: Denn Ulfried Hainzl hatte das 394 PS starke Hybridfahrzeug im Autohaus Winter gekauft, dessen Geschäftsführer er selbst und seine Frau Michaela sind. Zwei Jahre lang war der Lexus LS 600h (Neupreis 127.112,40 €) im Schauraum des Autohauses Winter gestanden – mit gerade 500 Kilometern am Tacho. Hainzl rechtfertigte sich, das Auto „weit unter dem Listenpreis“ gekauft zu haben, nämlich um 80.000 €. Die Firma habe dabei keinen Cent verdient. Er bot sogar an, den Kauf wieder rückgängig zu machen, sollte ein anderes Autohaus ein vergleichbares Fahrzeug günstiger anzubieten.
Am Dienstag kam überraschend Bewegung in die Sache: Toyota Frey Austria kauft den Lexus im Einvernehmen mit der steirischen Wirtschaftskammer und stellt ihn dem Präsidenten zur Verfügung. Die Kammer muss nur die Kosten für die Erhaltung tragen. Komm.-Rat Friedrich Frey, Chef des Österreich-Importeurs, sagte, er verstehe die Aufregung nicht: Ein Auto wie der Lexus 600h sei umweltfreundlich und könne auch rein elektrisch fahren.
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