518 Autos hatte Daihatsu im Vorjahr österreichweit verkauft; drei Jahre zuvor waren es noch mehr als doppelt so viele, nämlich 1.206, gewesen. Dennoch schlug die Meldung, wonach sich der japanische Kleinwagenhersteller Ende 2012 aus Europa zurückziehen wolle, am Donnerstag wie eine Bombe ein. Das Management des Importeurs mit Sitz in Wien wollte vorerst keine Stellung abgeben und die 33 Händler und 16 reinen Servicepartner am Freitag (14.1.) über die Zukunft informieren. Vermutet wird, dass die Händler mit Serviceverträgen abgespeist werden.
Ein Händler, der ungenannt bleiben will, zeigte sich über das Ende nicht überrascht: „Mit Ausnahme des Terios, der bei den Kunden einigermaßen beliebt war, waren die Autos so gut wie unverkäuflich.“ Da die Spanne nur 6 % betragen habe, sei an den Fahrzeugen auch so gut wie nichts zu verdienen gewesen: „Und die Kunden, die größere Rabatte gewohnt sind, waren enttäuscht.“ Auch für das Anmelden eines Vorführwagens habe der Hersteller nur 3 % Rabatt gewährt. „Wenn man die Anmeldekosten berechnet, bleibt da nicht viel übrig.“ So sei es von Jahr zu Jahr „immer magerer und karger geworden“, sagt der Händler: „Eigentlich kenne ich bei dieser Marke kein wirklich gutes Jahr.“
So heißt es: Sayonara – Auf Wiedersehen! Auch wenn es diesmal eher ein Nimmerwiedersehen sein wird ...



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