Die Zahl der eröffneten Insolvenzen stieg von 176 auf 207, berichtet Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter der Insolvenzabteilung. Die Summe der Passiva ist dagegen von 138 auf rund 105 Mio. € gesunken. Zurückzuführen sei dies u. a. darauf, dass es 2009 mehrere Insolvenzen großer Markenhändler gegeben habe, während heuer eher kleinere Firmen betroffen gewesen seien.
2011 erwartet der KSV keine allzu große Veränderung der Insolvenzzahlen in der Kfz-Wirtschaft. Branchenübergreifend könnten die Insolvenzen aber um 3 bis 5 % steigen, meint Kantner: „Dies hat vor allem damit zu tun, dass die Insolvenz ein Phänomen ist, das der Konjunktur hinterherläuft.“
Heuer wurden in Österreich insgesamt 6.366 Unternehmen insolvent. Gegenüber 2009 bedeutet dies einen Rückgang von 7,8 %. Die Passiva beliefen sich auf insgesamt 4,579 Mrd. €, davon entfielen allein 1,7 Mrd. € (2.028 Insolvenzen) auf Wien. Die wenigsten Pleiten gab es wie schon in den vergangen Jahren mit 190 Fällen und 74 Mio. € Passiva im Burgenland.



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