Der steirischen Jury folgend, die „Fremdschämen“ zum Wort des Jahres erklärt hat, verschiebt sich das Verantwortungsgefühl auf die Bürger, die das politische Treiben als peinlich beschämend empfinden, während sich die handelnden Politiker dessen gar nicht bewusst sind oder sein wollen.
Davon kann die Autowirtschaft auch ihr Lied singen. Die Politik pfeift weitgehend auf uns Wirtschaftstreibende und haut uns Belastungen drauf, wo es nur geht. Volkstreter statt Volksvertreter!
So spinnt mancher seine Sinne in die Richtung, den einen oder anderen aus der Politikerkaste auch „human“ abschieben zu lassen, wie das die Innenministerin in ihrem Tun so toll verschleiert. Tatsächlich schieben unsere gewählten Mandatare die Probleme von bislang gut integrierten Geschäftsleuten gerne auf die EU ab. Egal, wie nachhaltig unserem Land Schaden daraus erwächst.
Dafür beruhigt uns der Spruch des Jahres, in dem der Finanzminister gedenkt, auf die „Einhaltung des Defizits“ zu achten. Daraus werden sicherlich weitere Belastungen auf die Wirtschaft zukommen, insbesondere auf die Autowirtschaft. Ein Klacks bei den kunstvoll hochstilisierten Pkw-Neuzulassungszahlen.
In vorweihnachtlicher Stimmung stellen wir unserer Politikereinschätzung die „Unschuldsvermutung“ als Unspruch des Jahres an den Schluss unserer Ausführungen.