Dass sich
unter den rund 50 Teilnehmern kaum eine Werkstätte befand, wird diesem Ziel
nicht gerade dienlich gewesen sein. Andererseits war beinahe jeder vertreten, der
im Teilehandel Rang und Namen hatte: Das zeigt, dass die
Kommunikationsinitiativen von Berufsgruppenobmann Wolfgang Dytrich erste Früchte
tragen.
„Unsere
Herausforderung wird es sein, dass Werkstätten, Ersatzteilehändler und
Konsumenten die neuen Chancen erkennen und auch nützen“, so Dytrich, der auch als stv. Obmann des Verbands der freien Kfz-Teilefachhändler (VFT) fungiert. Er sieht in der
Liberalisierung des Werkstattgeschäfts eine Chance für sinkende Mobilitätskosten. In den vergangenen Jahren habe es aber eine gegenteilige Entwicklung
gegeben: „Obwohl die Wartungsintervalle länger, die Kilometerleistungen kürzer
und die Teile qualitativ hochwertiger wurden, sind die Servicekosten
kontinuierlich gestiegen.“
Rhetorische
Schützenhilfe erhielt Dytrich von Sylvia Gotzen, Geschäftsführerin der europäischen
Teilehändlervereinigung FIGIEFA, sowie vom bekannten Fachjuristen Dr. Thomas
Funke. Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, erläuterte die
Vorteile der neuen Service-GVO aus Sicht der Endverbraucher: Diese würden unter
anderem vom Recht auf Wartungsarbeiten in markenfreien Betrieben, ohne dadurch
die Garantieansprüche zu gefährden, profitieren. Schon jetzt seien aber bei
einigen Autoherstellern „Versuche zu beobachten, die
Verbraucherschutzmechanismen der GVO zu umgehen“.
