„Autokäufer
fragen uns, ob sie das bestellte Fahrzeug wieder stornieren können",
berichtet Mag. Gerald Kumnig, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung, von zahlreichen
Anfragen verunsicherter Konsumenten. Der Hintergrund: Ab einem CO2-Ausstoß von mehr als 180 Gramm
steigt der NoVA-Malus lt. den Plänen der Regierung von 25 auf 50 € pro Gramm,
über 220 Gramm werden gar 75 € verrechnet. „Wer so ein Auto schon bestellt
hat, es aber erst 2011 zugestellt bekommt, kann von diesem Kauf dann
zurücktreten, wenn der Autohändler nicht deutlich genug darauf hingewiesen hat,
dass sich der Kaufpreis noch ändern kann", meint der ARBÖ.
Damit
scheint sich eine der Hauptbefürchtungen des Fahrzeughandels zu
bestätigen. Komm.-Rat Ing. Josef
Schirak, Sprecher des Einzelhandelsausschusses im Bundesgremium, warnt vor
„zahlreichen Ladenhütern“. Dies beeinträchtige die Liquidität, gewisse Betriebe
könnten gar „völlig unverschuldet in Existenznöte geraten“.
Schirak
würde sich eine generelle Beschränkung des Malus auf die zwischen 160 und
180 Gramm verrechneten 25 € wünschen, zumindest aber eine Verschiebung der
„überfallsartigen“ Erhöhung von 1.1. auf 1.7.2011. Diese Forderungen teilt
Gremialobmann Burkhard Ernst, der in den Autofahrern „wieder einmal die
Melkkühe der Nation“ sieht. Für Importeurssprecher Mag. Ingo Natmessnig ist das
bisherige Vorgehen der Bundesregierung „nicht nur sachlich, sondern auch
verfassungsrechtlich höchst problematisch“.
