Das erklärte heute Gerhard Kurzmann, neuer Verkehrsreferent der steirischen Landesregierung, im Zuge einer Anfragebeantwortung. Schon davor hatte der FPÖ-Politiker wiederholt Zweifel am Sinn der „Umweltzonen“ geäußert. Dass die EU aufgrund des Überschreitens von Emissionsgrenzwerten Strafzahlungen fordern wird, wie u. a. von den Grünen behauptet wurde, glaubt Kurzmann nicht: „Ich rechne derzeit nicht mit einer Klage.“
Der steirische Fahrzeughandel begrüßt diese Aussagen. „Eine österreichweit einheitliche, endgültige Lösung wäre aber noch besser“, so Landesgremialobmann Klaus Edelsbrunner.
Am Donnerstag soll unterdessen ein von Gremium, Innung und Autofahrerklubs erarbeiteter „Umweltpakt“ präsentiert werden. Dieser sieht alternative Maßnahmen vor. „Wenn man beispielsweise 356 der 1.200 alten Zentralheizungsanlagen, die es in Graz noch gibt, austauscht, hätte das die gleichen Auswirkungen wie eine Umweltzone“, sagt Hans Marcher, Landesgeschäftsführer des ARBÖ. Darüber hinaus könne man sich die „Besserstellung“ von Autos mit alternativen Antrieben oder ein Wiederaufleben der Subventionen für die Partikelfilter-Nachrüstung vorstellen.