Auf den gesättigten Märkten in Europa, den USA und in Japan ist kein Wachstum mehr zu holen. Marktchancen werden immer weniger und nur im Detail leben Geschäftsmodelle mit Wachstumsdynamik.
Auf dem 4. Automobilwoche-Kongress in Berlin sprach die deutsche Automobilindustrie nur noch von den Wachstumschancen außerhalb Europas. China, Indien, Russland saugen auf, was zu bekommen ist. Dazu kommt, dass der europäische Markt überreguliert operiert und damit im globalen Absatzstreben Wettbewerbsnachteile hat.
Die deutsche Automobilindustrie vernachlässigt den Heimmarkt, die Marktsicherung übernimmt weitgehend der Handel, wird moniert. Während auf diese Art die Autoindustrie und große Teile der Zulieferwirtschaft aus der Krise kommen, kämpft der lokale Autohandel mit Überkapazitäten und Konkurrenzdruck. Die Händlernetze werden sich ausdünnen bzw. sich qualitativ verändern, war man sich in Berlin sicher, das heißt, dass im Einzelhandel massive Strukturveränderungen um sich greifen werden. Das ist die gesellschaftliche Realität, die auf unsere Branche zukommt. Die einen kleiden sie in nette Worte, die anderen reden Fraktur. Die Schnellen fressen die Langsamen.
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