Schirak – er ist seit einigen Monaten Einzelhandelssprecher im Bundesgremium des Fahrzeughandels –  nennt die für 1.1.2011 geplante Abänderung des Normverbauchsabgabegesetzes eine „überfallsartige Vorgangsweise“ der Bundesregierung. So sei beispielsweise für ein Fahrzeug mit einem CO2-Ausstoß von mehr als 250 Gramm ab Jahresbeginn 2011 eine CO2-Abgabe von 4.750 € (exkl. MwSt.) zu bezahlen, zwei Jahre später seien es sogar 5.500 €. Diese „völlig überzogene Steuererhöhung“ würde massiv in die gewachsenen Strukturen des Fahrzeughandels eingreifen, so Schirak. Vor allem der Verkauf von Premiumfahrzeugen würde massiv zurückgehen: Dadurch könnten jene Betriebe, die sich hauptsächlich oder fast ausschließlich mit dem Verkauf dieser Oberklasse-Autos befassten, „völlig unverschuldet in Existenznöte geraten“.
Schirak fordert zu allererst eine Verschiebung des Wirksamkeitsbeginns auf 1.7.2011, da viele Fahrzeuge schon bestellt seien und Stornierungen drohten, die den Fahrzeughandel schwer treffen würden: „Wer sollte diese stornierten Autos wohl kaufen?“
Er drängt auf eine Beseitigung des „Steuer-Dschungels“ im Kfz-Bereich, fordert eine EU-weite Steuerharmonisierung und „dringendst alle nur denkbaren Maßnahmen zu setzen, dieses Bedrohungs-Szenario abzuwenden – zumindest jedoch zu entschärfen“. Sonst müssten „dringend weiterführende Maßnahmen“ überlegt werden.