Nahezu lautlos wird neben der laut hinausposaunten Mineralölsteuer jetzt die NoVA angehoben. Städtischen „Ampelsteuern“ folgt dann eine Mauterhöhung auf den Autobahnen und die MÖSt wird sicherlich 2011 nochmals angehoben werden. Die Dämme brechen, die Autofahrer werden von den Straßen gedrängt.
Vor lauter Scham möchte man gar nicht mehr hinschauen, wenn es um das Schröpfen der Autofahrer oder gar „den Umweltschutz“ geht.
Die derzeitige Debatte über diese Themen ist auf ein Niveau gesunken, das niemand für möglich gehalten hat. Am allerwenigsten unsere gremialen Vertretungen. Da kann man „Altpolterer“ Ing. Josef Schirak ruhig zustimmen: Er nennt die Vorgehensweise der Regierenden „unverhältnismäßig, ignorant und scheinheilig“. Hysterisch wird jetzt versucht, die brechenden Dämme zu dichten. Gegen das Auto zu sein, hat der Fahrzeughandel salonfähig gemacht. Der Umwelt zuliebe und auf Kosten der Arbeitsplätze ließ man mit sich geschehen und sich von einem faulen Kompromiss in den anderen gaukeln. Man muss ja die Ängste in der Bevölkerung ernst nehmen, wenn sich Bürger vor der eigenen Haustür über Verkehrsstaus aufregen und ihnen dabei die Straßen zum Fahren weggenommen werden.
Was wird nun passieren? Die Vertreter der Fahrzeugwirtschaft ballen wieder ihre Fäuste im Hosensack und konzentrieren sich trotz aller kolportierten Lieferengpässe auf Vorziehkäufe und Marktanteile – so falsch sie auch immer sein mögen.
Spätestens beim „Eurotax“-Empfang Mitte Jänner 2011 wird die Regierung über ein Neuzulassungsergebnis staunen, wie es unsere Mobilitätsgesellschaft noch nie erlebt hat. Wetten, der Finanzminister dreht weiter ungeniert an der Steuerschraube des Autofahrers und unsere Branchenvertreter bleiben letztlich stumm. Vermutlich vor Schmerzen, die schon die bisherige Belastungswelle auf sie ausübt.
