Wegen der im „Sparpaket“ der Regierung enthaltenen
Anhebung wird Benzin um 4 Cent, Diesel um 5 Cent pro Liter (zuzüglich
Umsatzsteuer 4,8 bzw. 6 Cent) teurer. Aufgrund dessen spricht der ARBÖ von der
„massivsten Möst-Erhöhung in der Geschichte Österreichs“. Für den
Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels Komm.-Rat Burkhard Ernst ist das
Vertrauensverhältnis zur Politik nachhaltig gestört: „Man ist uns entgegen
anderslautenden Gesprächen in den Rücken gefallen.“ Die Hoffnung auf
Mehreinnahmen sei jedoch trügerisch, da die höheren Spritpreise Tanktouristen
abschrecken würden.
„Einmal mehr zieht die Regierung die Autofahrer zur Budgetsanierung
heran“, kritisiert Komm.-Rat Mag. Dr. Gustav Oberwallner, stellvertretender
Bundes- und oberösterreichischer Landesgremialobmann. „Zur Spitzenbelastung bei
der Anschaffung kommt nach der ersten Belastungswelle 2007 nun ein weiterer
Angriff auf das ohnehin bereits stark belastete Einkommen der Berufspendler,
der Transportbranche und der gewerblichen Wirtschaft.“ Für besonders Betroffene
bedürfe es einer aufwandsneutralen Abgeltung in Form von Direktzuschüssen. „Eine weitere Erhöhung der Lohnsteuerabzugsfähigkeit hilft nur bei
entsprechendem Einkommen“, so Oberwallner.
