Natürlich sind die Auflagen der Hersteller, die ständig schmälernden Spannen und die Kreditvergaberegeln der Banken drückende Themen, der Erhalt der GVO berührt die Unternehmer weit weniger, als die Standesvertretungen vielleicht wahrhaben wollen.
Jetzt in der Krise zeigt sich bei den meisten Betrieben eine geringe Erwartungshaltung, dass Funktionäre tatsächlich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Autohandel und Kfz-Gewerbe beitragen können. Alte Seilschaften, oft nicht mehr vollflächig im Betriebsgeschehen integriert, unterhalten und beschäftigen sich untereinander, hört sich die Kritik vor Ort in den Betrieben an. Und sehen lässt sich auch keiner der Funktionäre in den Betrieben, außer es gibt was zu feiern. Die junge Generation, so der Ausblick, setzt weit mehr auf Bildung (wo Kammereinrichtungen sehr wohl wieder gefragt sind!) als auf das Funktionärswort.
Zusammengefasst rechnen die Außendienstleute quer durch das gesamte Dienstleistungsspektrum der Branche 2010 mit weiteren minus 10 % Marktrückgang bei sich massiv verschlechternden Deckungsbeiträgen.
Bereinigt schätzen die Außendienstleute das reale NW-Verkaufsergebnis auf rd. 260.000 Einheiten. Alles andere ist für sie Zahlenkosmetik.
Natürlich werden die Funktionäre diesem Eindruck widersprechen, die Realität draußen im Markt sieht anders aus. Die Schwerpunkte in der Funktionärsarbeit müssen der realen Marktentwicklung angepasst werden, lautet die Forderung der Betriebsführenden. Wer im alten Denken verweilt, wird es noch schwerer haben, als es ohnehin schon ist, erfolgreich die Geschäfte zu führen.
