Steigende Neuzulassungszahlen bedeuten nicht zwangsläufig eine verbesserte Ertragssituation im Kfz-Handel, interpretiert KMU-Forscher Mag. Peter Voithofer beharrlich seine Erkenntnisse aus den laufenden Marktforschungsergebnissen, die von Mal zu Mal schlechter ausfallen. „Die Ergebnisse sind erschreckend“, klagt Alt-Gremialobmann Ing. Josef Schirak an: „Bei nahezu wöchentlichen Vermarktungsaktionen führt das unweigerlich in die Selbstvernichtung.“
Die neue GVO beinhaltet mit Sicherheit keine Margensicherungsklauseln. Jede Verkaufsaktion geht letzten Endes zulasten des Handels.“
Jener Autohändler-Elite, die 2 % und mehr pro verkauften Wagen Verdienst verkündet, ist zu gratulieren. Rundrufe suggerieren uns alle im Plus, krank ist nur der Mitbewerber.
Das wissen wir! Also fragen wir die KMU-Forschung, ob sie ihre Erhebungen richtig macht.
Schirak glaubt dem KMU-Zahlenwerk: „Bei etwa 60 bis 70 % Neuwagenanteil am Firmenumsatz sponsern mehr und mehr Händler mit durchschnittlich 2 % Minus die Hersteller und Autokäufer.“
Für Schirak ist „mit oder ohne Mittelstandsgesetz“ der Ausdünnungsprozess schon zu weit fortgeschritten und er mahnt die Autohändler zu Entschlossen- und vor allem Geschlossenheit: „Nötigenfalls muss der Aufschrei durch Nutzung aller nur denkbaren demokratisch vertretbaren Maßnahmen die Gesellschaft wachrütteln!“
