„Die Autohersteller und Importeure sollten per Gesetz verpflichtet werden, 5 % ihres Gewinns in einen Fonds einzuzahlen“, so Ernst, der auf die angespannte Situation vieler Kfz-Unternehmen verweist: „Dieses Geld soll besonders zur Unterstützung kleiner, gesunder Händler eingesetzt werden, die durch die Kürzung der Kreditlinien ins Trudeln geraten sind.“ Ernst, auch als Zigarettenimporteur tätig, orientiert sich bei seinen Plänen an einem „sehr erfolgreichen“ Hilfsprogramm für Trafiken. Voraussetzung zur Inanspruchnahme des markenübergreifenden Fonds müssten „klar erkennbare Bemühungen zur Erreichung der Verkaufs- und Umsatzziele“ sein.
Was halten die in die Pflicht genommenen Importeure von der Idee? „Sowohl als Händler als auch als Importeur kann ich nur mit einem Wort antworten: nichts“, sagt Ing. Alfred Stadler, Vorstandssprecher von Denzel. „Jeder Importeur sollte sich selbst um sein Netz kümmern“, meint Ing. Helmut Pletzer (Suzuki Austria), gleichlautend äußert sich Arnaud de Kertanguy (Renault): „Ein wirtschaftlich gesundes Händlernetz muss im Interesse des jeweiligen Herstellers stehen.“ Für Mag. Ingo Natmessnig, Vorsitzender des Importeursarbeitskreises, ist es „unverständlich, dass wir nur über die Medien von diesem Vorschlag erfahren“. Das Bundesgremium des Fahrzeughandels will die Idee, die nicht akkordiert sei, unterdessen nicht weiter kommentieren.
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