„Die Insolvenzen sind im Vergleich zum 1. Halbjahr 2008 um 18,5 % gestiegen, die Arbeitslosigkeit um fast 60 %“, beschreibt Ing. Mag. Alexander Klacska, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wiener Wirtschaftskammer, die schwierige Lage der Frächter. „Die Neuzulassungen von Sattelzugmaschinen sind allein im Juni um 61,6 % gesunken.“ Heuer seien bereits mehr als 3.000 Lkws vom Verkehr abgemeldet worden, 10.000 weitere könnten folgen. Dies würde den Verlust von 26.000 Arbeitsplätzen bedeuten, rechnet der Interessenvertreter vor.
Schuld an der dramatischen Situation sei nicht nur die Wirtschaftskrise, meint Klacska. Er kritisiert, dass es in Österreich „die höchsten Kfz-Steuersätze in der ganzen Europäischen Union“ gebe: „Das führt zu krassen Wettbewerbsverzerrungen, die Verlegung ganzer Transportflotten ins Ausland ist die Folge.“ Klacska fordert erneut eine Senkung der Kfz-Steuer auf das europäische Mindestmaß. Diese würde dem Finanzministerium 23 Mio. € kosten, die befürchtete Abmelde- und Pleitewelle lt. Berechnung der Kammer dagegen 680 Mio. €.
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