Wo der österreichische Reifen(fach)handel in 10 Jahren stehen wird, diente als Überschrift der Veranstaltung in Salzburg. Die von den Teilnehmern gelobte Erstveranstaltung zeitigte Hinweise auf das laufende Geschäft unter den wachsenden Einflussfaktoren von Onlineportalen.
Die Gesprächsrunde erwartet einen Onlineanteil von 8 bis 10 %, jedenfalls keine 15 %, wie sie von der Michelin-nahen Onlineplattform Popgom bereits propagiert wird. Deren Vorbereitung auf den Direktvertrieb an den Endkonsumenten wird seitens des Reifenhandels argwöhnisch, seitens der im Mitbewerb stehenden Reifenhersteller mit Interesse verfolgt. Zu einer Empfehlung für den österreichischen Reifenhandel konnte man sich nicht durchringen. Jeder verfolgt seine eigene Strategie.
Knörnschild, John, Kreisel, Wörle, Gerke, Wadel, Wondraschek, Tennant & Co. sorgen sich schon heute im Ausblick auf 2019 um ein weiteres Ausbreiten von Werkeinflüssen im österreichischen Reifenhandel. Bei den aktuell auffälligen Lieferschwierigkeiten etablierter Marken französischer und amerikanischer Provenienz hoffen die Vertriebsprofis, dass es nur eine temporäre Erscheinung im Markt ist und nicht mehr dahinter steht.
Die Preise im Sell-in (Industrie zum Handel) haben sich auch in den gängigen Dimensionen mit durchschnittlich 5 bis 7 % zum internationalen Angebot nach unten eingependelt.
Die Veranstaltung soll auf Wunsch aller Teilnehmer eine ständige Einrichtung werden und ging mit dem Auftrag an den VRÖ zur Gestaltung eines 2-seitigen Informationsblattes für Flottenkunden im Reifenhandel zu Ende.
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