Jeder hat viel – oft zu viel – Arbeit und vergisst dabei zu sagen, dass das nicht unbedingt an mehr Aufträgen im Autohaus bzw. in der Werkstatt liegt, sondern a) einfach weniger Personal mehr arbeiten muss und b) der „Kleinwagen“-Verkauf die großteils sinkenden Ergebnisse im heutigen Kfz-Betrieb bestimmen. Diese Details treten meist erst bei der nächsten Frage zutage, wenn sie gestellt wird. Bei uns zumindest ist das der Fall.
Offensichtlich gilt bei den meisten befragten Unternehmen der Leitgedanke: „Nur wer laut genug positiv denkt, hat die Chance, erfolgreich zu werden.“
Der Vorgang klappt aber nur, wenn genügend unbedarfte Menschen die negativen Folgen „positiven Denkens“ klaglos auf sich nehmen. Diesbezüglich nimmt sich die info4you-Redaktion davon aus.
War also für die Mehrheit der österreichischen Autohändler das 1. Halbjahr erfolgreich, wundert es einen, dass nun gar so finster ins 2. Halbjahr 2009 geblickt wird. Nach außen wird gekuschelt und nach innen vielfach gekuscht, bringen es jene auf den Punkt, die sich inzwischen aus der Branche vertschüssen konnten. Das sei ihnen unbenommen, aber dürfen in unserer Wirtschaft nur noch Pensionisten und ins Ausgedinge gewanderte Exmanager öffentlich die Realität zum Ausdruck bringen?