Dieser Kapitalismus freilich zeigt für einen Toten ganz erstaunliche Vitalität: In Asien wachsen derzeit die Volkswirtschaften wieder mit robusten 5 bis 10 %, die Industrieproduktion nimmt noch wesentlich stärker zu. In Deutschland und den meisten anderen europäischen Staaten ist zumindest der Absturz beendet; und auch in den USA deutet sich ein Ende der Talfahrt an.
Angesichts der massiven staatlichen Interventionen auf Pump, pointiert er trefflich, sei das auch zu erwarten gewesen, nachhaltiges und selbsttragendes Wachstum sei das noch nicht.
Es wird vermutlich noch Jahre dauern, bis die Krise endgültig überwunden ist, vor allem auf den Arbeitsmärkten. Schlimm genug. Vom „Ende des Kapitalismus“ ist freilich nicht einmal mehr annähernd die Rede: Die Nachricht von dessen Ableben hat sich offenbar als stark übertrieben erwiesen. Aber der Wald hat das Waldsterben ja schließlich auch ganz munter überstanden und die Autobauer biegen in ihrem Konzentrationsprozess gerade eben in die Zielgerade ein.