Zu diesem Schluss kommen Netzwerktheoretiker, die sich mit dem Fall des US-Energiekonzerns Enron beschäftigten, der wirtschaftlich zusammengebrochen ist. Die Wissenschafter analysierten, dass sich die Kommunikationsstrukturen nicht zum Höhepunkt einer Krise ändern, sondern einen Monat davor. Eine mögliche Erklärung dafür ist, sobald sich der Druck und die Krisensymptome innerhalb eines Unternehmens erhöhen, würden die Mitarbeiter sich verstärkt direkt mit nahestehenden und befreundeten Menschen unterhalten und ihre Informationen nicht mehr in einem weiteren Radius verteilen. Das lässt sich lt. der Forscher aus der halben Mio. E-Mails, die in den letzten eineinhalb Jahren der Existenz von Enron an rd. 15.000 Angestellte gesendet wurden, ablesen.
