Die Zukunft der schwedischen GM-Tochter Saab ist immer noch ungeklärt. Die Geländewagenmarke Hummer und die US-Marke Saturn werden „entsorgt“, Pontiac wird aufgelöst. GM will mit GMC, Chevrolet, Cadillac und Buick ihre Zukunft gestalten. Zumindest so steht es im Plan des Traditionsunternehmens, die Insolvenz zu meistern. „Die guten ins Kröpfchen, die schlechten ins Töpfchen.“
Die US-Regierung übernimmt mit 60 % im Konzern das Sagen, 18 % soll die Autogewerkschaft UAW und 12 % der Staat Kanada übernehmen. Damit ist auch klar, warum sich Magna mit ihrer Opel-Beteiligung den Zugang zum nordamerikanischen Markt gesichert hat. Schuldennachlässe treffen auch Frank Stronach. Von Freiwilligkeit und österreichischer Lösung reden nur Patrioten. Für den Verzicht auf 27 Mrd. Dollar erhalten die Gläubiger in den USA 10 % am Autokonzern. Zuvor springt das Obama-Regime mit weiteren 30 Mrd. Dollar Kreditstütze ein, Kanada mit 10 Mrd. Dollar.
Die US-Steuerzahler haben dann umgerechnet rd. 35 Mrd. € in General Motors gepumpt. Die verbliebenen Aktionäre schauen praktisch durch die Finger.
Beobachter fürchten, dass damit noch lange nicht alle Finanzprobleme gelöst sind.
Der zu 50 % im GM-Eigentum stehende Autofinanzierer GMAC ist noch nicht in Insolvenz, jedoch finanziell schwer angeschlagen. Der US-Automarkt ist bekanntlich weiter im Schrumpfen auf vermutlich heuer 10 Mio. Einheiten.
Geht die Chose innerhalb der nächsten drei Monate schief, würde das im Dominoeffekt innerhalb und außerhalb der USA bis zu 1 Mio. Arbeitsplätze kosten.



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