Settele: „Wenn Politiker eine Krise für beendet erklären, so ist doch Vorsicht angebracht. So wie ich seit Wochen in JEDEM Beitrag trommle, dass der Opel-Verkauf NICHT so einfach sein wird, da die Amis etwas haben werden wollen dafür. Und niemand glaubt mir. Bis gestern Nacht, jetzt geht die Beschuldigungskiste los. Was haben die Deutschen gedacht? Frau Merkel kürt einen Investor und GM kriecht auf allen Vieren dorthin?
Die US-Wirtschaft wird im kommenden Jahrzehnt nie wieder das sein, was sie war: ein schuldengetriebenes Monster, das die Weltwirtschaft samt deren Produktionsgüterindustrie in Schwung hielt. Das ist vorläufig einmal vorbei. Obama sieht die Wirtschaft nimmer am Abgrund – soll sein. In einem tiefen Tal ist sie jedenfalls und dort wird sie auch bleiben. Ich warte, bis die Kreditkartenausfälle kommen. Ich verweise seit 18 Monaten darauf – schön langsam kommt es ans Tageslicht.
Und Obama erklärt die Krise für beendet? Solange die Systeme nur funktionieren, wenn Wachstum aufgebaut wird, solange werden wir krisenhafte Szenarien immer wieder erleben. Und dieser Umbau vom rein wachstumsorientierten Markt zum nachhaltig wirtschaftenden Lebensraum, der wird schmerzhaft.“