Während Magna neben 19,9 % an eigenen Anteilen GM und die russische Sberbank mit jeweils 35 % sowie die Mitarbeiter mit 10% einbeziehen will, ist man gegenüber den Ambitionen der vom Holländer Jaap Timmer geführten Händlervereinigung EURODA skeptisch. Wie berichtet, will diese rd. 15 % am Hersteller übernehmen. Siegfried Wolf, Co-CEO und Europachef von Magna, kündigt Gespräche mit den Händlern an. Zu hinterfragen sei aber, wie weit ein Einfluss des Handels auf die Produktion sinnvoll sei.
„Wir verfolgen das Ziel der industriellen Logik“, unterstreicht Wolf die Nachhaltigkeit der Übernahmepläne. Alle deutschen Standorte sollen garantiert, insgesamt nicht mehr als 10.000 Mitarbeiter abgebaut werden. Zur Auslastung der Werke sei einerseits die Produktion von Modellen anderer Marken denkbar, andererseits könnten Nischenfahrzeuge für Opel bei Magna Steyr gebaut werden. Als wesentlichen Zukunftsmarkt nimmt Wolf vor allem Russland ins Visier, was sich in der Kooperation mit der Sberbank und dem nicht direkt beteiligten Autobauer GAZ niederschlägt.
Eine konkrete Aussage der deutschen Regierung zur Opel-Übernahme, an der neben dem Favoriten Magna nach wie vor Fiat und der US-Investor Ripplewood interessiert sind, wird für 27.5. erwartet. Bei Magna geht man davon aus, im Falle eines positiven Votums und der Zustimmung der US-Konzernführung in vier bis acht Wochen die Übernahme vollziehen zu können. Weitere Informationen dazu finden Sie in der nächsten Ausgabe unserer Wochenzeitschrift Eurotax AUTO-Information.
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