In einer Mischung aus Hoffnung und Unruhe, so ein Insider vom EURODA-Kongress, sei von den Vertretern von annähernd 4.000 Händlern entschieden worden, aktiv an einer Fortführung der Marke Opel/Vauxhall mitzuarbeiten.
Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna hat angekündigt, die Händler im Fall einer Opel-Übernahme mit in ihre obersten Entscheidungslinien aufnehmen zu wollen. Genau das soll Opel-Chef Carl-Peter Forster ebenso ein Gräuel sein wie dem zweiten Investor Fiat-Boss Sergio Marchionne.
Jetzt heißt es abwarten, wie viele Investoren die Bewältigung des Fortbestandes von Opel/Vauxhall betreiben wollen. „EURODA hat den Hut in den Ring geworfen“, erklärt Präsident Jaap Timmer. Arbeitsgruppen erarbeiten Machbarkeitsstudien und warten auf die Einladung zu weiteren Gesprächen.
Wie das über 3 Jahre hinweg eingesammelte Geld (rd. 400 Mio. €) den Händlern wieder rückgeführt werden kann, bleibt vorerst offen. Im Realisierungsfall mit den Opel-Händlern im Boot würden auf jeden Fall neue Rechtsverhältnisse im Interessengeflecht zwischen Hersteller zum Handel geschaffen werden. Das würde Direktgeschäfte des Herstellers ebenso betreffen wie die Auswirkungen auf ein ein- oder mehrstufiges Händlernetzsystem.
Die Logik der Händler lautet: Jeder Investor ist gut beraten, wenn er die Opel/Vauxhall-Händler, die bereit sind, ihr letztes Hemd zu geben, mit Sitz und Stimme in die Entscheidungsgremien zu wählen. Das EURODA-Präsidium spricht von 10 % veränderbaren Verhältnissen, von einer langsamen Evolution und keinesfalls von Revolution. Eines wird aus dem Wiener Memorandum den Händlern klar: Es führt kein Weg am Beteiligungsmodell vorbei. Ein Scheitern im Schoß des insolvenzgefährdeten US-Autobauers General Motors würde den heutigen Opel/Vauxhall-Partnern ihre Existenzgrundlage rauben.
Spätestens zur IAA in Frankfurt soll „Opel/Vauxhall Neu“ präsentiert werden können, skizzieren die Konstrukteure aus Politik, Hochfinanz und Industrie den Gestaltungszeitraum.
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