Würden Manager für ihr Tun selber bezahlen müssen, dann würden sie das Kaufen und Verkaufen auf Schulden nicht so exzessiv kultivieren.
Von Überschuldung spricht man, wenn die Schulden des Kreditnehmers sein veräußerbares bzw. pfändbares Vermögen übersteigen. Wer dabei in Milliarden-Schuldenebenen vorstößt, braucht sich darum nicht wirklich mehr zu kümmern. Nacheinander erklingen die sich streng imitierenden Stimmen von Konzernen, Banken und Regierungen im Kanon zum Offenbarungseid.
Die Konstruktion der Melodie unterliegt der besonderen Sorgfalt der Komponisten. Politiker allen Couleurs sind besonders talentiert.
Bezahlt wird die Vorführung allemal vom Publikum. Die Schwelle der Erwartungshaltung im Publikum ist inzwischen so tief, dass zurzeit jeder Käufer und Verkäufer sehr gute Chancen hat, sich im Vergleich zu einem normal sterblichen Kaufmann von diesem als „Wundertäter“ abzuheben.
Der gnadenlose Preiskampf hat viele, aber offensichtlich nicht alle erschöpft. Jetzt laufen skrupellos in aller Öffentlichkeit die großen Nummern ab. Wer hat so viel Pinke-Pinke, wer hat das bestellt?, lautet in Anlehnung an den Volksgesang die darin behandelte aktuellste Lebensfrage des Bürgers.
Die Antwort darauf sehen wir in allen Medien mit zunehmender Intensität auf uns zukommen. Die Schuldenmacher selbst wird das nicht berühren, sie stehlen sich, im wahrsten Sinn des Wortes, rechtzeitig aus der Verantwortung.
