Nach dem Scheitern der Gläubigerverhandlungen sieht sich der Konzern in diesen Stunden gezwungen, um Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts anzusuchen. Sowohl im Konzern als auch seitens der US-Regierung zeigt man sich zuversichtlich, eine Schließung oder Liquidierung abwenden und in der Folge eine Allianz mit Fiat herbeiführen zu können. Die Italiener dürften vorerst 20 % der Anteile an Chrysler übernehmen.
Beim heimischen Importeur betont man den Unterschied zwischen einem Bankrott und dem Chapter-11-Verfahren. „Das ist ein Mittel zum Zweck“, betont Geschäftsführer Mag. Ingo Natmessnig. Sowohl Fahrzeug- als auch Teileproduktion seien gesichert, die Vertragsbetriebe könnten die Tätigkeit somit wie gewohnt fortsetzen. Natmessnig räumt freilich ein, dass die Situation „imagemäßig unliebsam“ sei. Es bleibt abzuwarten, inwiefern dies die zuletzt rückläufigen Verkäufe weiter schwächt. Im 1. Quartal gingen die Pkw-Neuzulassungen der drei Konzernmarken Chrysler, Jeep und Dodge um knapp 35 % auf 537 Stück zurück.



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