Die Bundesinnung mit Sitz und Stimme im Lenkungsausschuss des Verkehrsministeriums (Abteilung Dr. Wilhelm Kast) zu verankern, kommt dem Kfz-Sachverständigen ohne aktiven Kfz-Betrieb nicht in den Sinn, kommt Kritik aus der Basis hoch.
Fessl, in Sachen „EBV, Mängelkatalog, Schulungen“ auf der Lohnliste des Österreichischen Wirtschaftsverlages (ÖWV) stehend, vertritt die Auffassung, dass ein Preiszugeständnis die Fortsetzung der Mängelkatalog-Produktion durch den ÖWV rechtfertige. Den früheren Wiener Fiat-Werkstattpartner und nunmehrigen Kfz-Sachverständigen tangieren die Vorgänge rund um die „privatrechtliche Finanzierung über den Herstellungspreis für die Plaketten“ – übersetzt handelt es sich hierbei um den „Pickerl-Schilling“ – nicht.
Dem Grunderfordernis, die Bundesinnung mit Sitz und Stimme in den Lenkungsausschuss zur Mittelvergabe aus dem „Pickerl-Schilling“ aufzunehmen, wird von Fessl jedenfalls nicht offensiv entsprochen.
Sollte Fessl sich, wie angekündigt, 2010 für die Position des Bundesinnungsmeisters der Kfz-Techniker bewerben wollen, wird er vorher um die Aufklärung dieses Falles nicht herumkommen, stößt es der Innungsbasis sauer auf.
Landesinnungen bezahlen lt. ÖWV-Brief vom 17.4.2009 für den Mängelkatalog im Sammelbezug jetzt 252,80 € anstatt 395,00 € und die Lizenzgebühr für die Folgejahre wird erlassen. Groß-Organisationen werden inzwischen Spezialnachlässe gewährt, von denen normalsterbliche Innungsmitglieder nur träumen können.
