Allein die Aussage zur Befindlichkeit der Autohandelsbranche (dem vorgelagerten Gesprächsverlauf nach übrigens vielfach eine durchaus positive), darüber müsse sich der Befragte noch eine konkretere Meinung bilden, ist doch hinreißend. Dabei war vom Redakteur eigentlich der Wille da, das Positive der Welt zu verkünden, wo doch dem Autohandel von den Medien immer nur Unrecht getan werde. Was für ein starkes, krisenfestes Bild!
Oder es wird eingeräumt, dass das Zeitfenster der Betrachtungen zu klein gewählt worden sei, aber es sei ja kommuniziert worden, dass man erst in der Phase des Andenkens von Entscheidungen sei. Herzerwärmend! „An-denken“: Nur ein bisschen denken? In Sachen GVO-Dialog mit den Herstellern/Importeuren ist besonders hübsch, während der Brainstorming-Phase – von der EU vermutlich verlängert bis 2013 – werde ein Ideenpool geschaffen. Und das alles wird kompliziert, soll spontan geschehen, direkt aus dem Bauch heraus kommen. Nur so sei dann noch zu sehen, wo noch Erklärungsbedarf bestehe bzw. wie die Kommunikationsmatrix aussehen müsse. Eben. Zum Schluss geht es wieder ans Eingemachte, weil es letztlich darum geht, eine konkrete Meinung zu haben. Hochkomplex dieser Vorgang!
Wir stellen uns dieser schwierigen Aufgabe, damit auch dem Wort Transparenz zu seiner Geltung verholfen wird. Dafür werden wir gelitten, gescholten und letztlich doch wieder geliebt. Die Verschriftlichung drängt sich förmlich auf.