Nahezu durchgehend herrscht die Überzeugung vor, dass es unmöglich sein dürfte, die Stückzahlen des Jahres 2008 zu erreichen: Die Händler-Zuzahlung zur Ökoprämie, die von einzelnen Herstellern komplett, von anderen für bestimmte Modelle gar nicht übernommen wird, stellt sich in der Realität als ziemlich ertragskritisch heraus: Gekauft werden fast ausschließlich Autos der „Unter-10.000-€-Klasse“. Dass die Prämie Frequenz bringt, in der staatlich vorgesehenen Version nur geringe Stückzahlen bewegen dürfte, wissen die Beteiligten. Dass sich mit 1.500 € nur ein kleiner Bodensatz an (Vorzieh-)Käufen provozieren lasse, trete mittlerweile auch zutage. Manche meinen sogar, es sei verwunderlich, dass die Konsumentenschützer nicht auf die Barrikaden gingen, wenn offensichtlich mit der aus den Steuern aller bezuschussten Ökoprämie lediglich die Einnahmen an NoVA und MwSt abgesichert oder gesteigert werden sollten – um die wäre Vater Staat sonst umgefallen. Die VW-Gruppe versucht mit der Aufbesserung der Ökoprämie, die staatliche Maßnahme zum Vorteil ihrer Netzpartner auszuweiten. Dadurch kommen lt. Insidern auch bereits andere Fahrzeugkategorien zur Verschrottung.
Die technische Abwicklung der Prämie hätte man nicht komplizierter gestalten können, meint man im Handel einhellig. Insofern stelle sie eine konsequente Steigerung gegenüber der bereits komplizierten ÖkoG-ZusatzNoVA dar.