Drinnen keine Shows mehr und spartanisch die Ausstellungsareale. Dafür blickt man in viele angestrengte Gesichter, deren Münder nach halbwegs positiven Worten zur Autobranche ringen.
Trotz großer Krise geht die Branche weiter. Sparen hat Kultur, nicht mehr der Absatz. Auf manchem Aussteller liegt schwer die Last der Existenzangst. Auf 15 bis 20 % prognostizieren sich die Auguren gegenseitig das Jahresminus mit Fortsetzung 2010. So schaut es tatsächlich aus.
Ergo geht das automobile Angebot weg von größer und schwerer, die Dacia und Nano bereiten dem Automarkt die Zukunft auf. Premium wird – bei allen Volumenmarken – zurückgestutzt. Leistbarkeit rückt in den Käuferfokus.
In einer anhaltenden Phase von Kapazitätsanpassungen nach unten bilden sich Allianzen heraus, die noch bis vor Kurzem denkunmöglich erschienen sind. Lokale Wertschöpfung beginnt sich der weitgehend gescheiterten Globalisierung entgegenzustemmen. Nichts ist mehr unmöglich, weil die nächste Zeit eben nichts möglich ist. Dabei sprechen wir noch nicht einmal vom Geld, vor dessen Verfall sich mehr und mehr Menschen zu fürchten beginnen – vor allem die Topmanager.
Die es entgegen dem Trend trotzdem schaffen, auf denen baut das nächste Wachstum auf. Vor uns liegt eine nicht näher eingrenzbare Zeitstrecke, die uns alle Optionen von Krise und Chance offen hält.



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