Denn die Zukunftsaufgaben Technikentwicklung, Modellvielfalt, Autoantrieb der Zukunft, Überkapazitäten, Marktanteile etc. werden nach Ende der globalen Wirtschaftskrise nicht mehr so weitergeschrieben, wie wir das heute von der Automobilwirtschaft kennen.
Da es allen Herstellern schlecht geht und von Tag zu Tag noch schlechter und die Krise die gesamte globale Wirtschaft befällt, werden sich, der Not gehorchend, die richtigen Kooperations- oder Fusionspartner innerhalb von Europa finden. Da braucht es keine Chinesen und auch keine Inder. Die haben ebenso wie die Amerikaner, Japaner und Koreaner zurzeit dieselbe Krankheit.
Zunächst ist jedoch noch der drohende finale Akt des globalen Dramas, die große Inflation, abzuwehren.
Angesichts der aktuellen und noch kommenden wirtschaftlichen und finanziellen Probleme und angesichts all des Geldes, das Notenbanken und Regierungen derzeit in die Wirtschaft pumpen, zitiert das deutsche „Manager-Magazin“ den Morgan-Stanley-Ökonomen Joachim Fels, sollten sich die Bürger auf das Risiko einer „Hyperinflation“ einzustellen beginnen.
Auch wenn eine Hyperinflation derzeit vielen noch abwegig erscheint, eine schleichende Geldentwertung ist nicht mehr zu übersehen.
Sinkende Preise bei schrumpfendem Sozialprodukt, drückende Schulden, kaputte Bank- und Finanzierungssysteme und einbrechende Nachfrage sind die Treibsätze künftiger Preisexplosionen. Und wer denkt, der Euro sei unser währungspolitischer Rettungsanker, der möge sich in den 16 Euro-Staaten den Finanzhaushalt ansehen.
Sobald die Wirtschaft wieder anziehen wird, die Experten sagen nach 2011/2012, würden die Energiekosten – ein erprobter Inflationstreiber – wieder drastisch steigen. Das Überleben des monetären Geldsystems liegt in den Regionen. Das Auto wird, technisch auf die reale Kaufkraft abgestimmt, seine Vermarktungschance durch Individualität wieder erlangen.
Die sterbenden Riesen von heute, Stichwort General Motors, sichern den klein(er)en, Stichwort Opel, morgen das Überleben. Die richtigen Maßnahmen werden soeben gesetzt, auch wenn bei allen die Nerven blank liegen!
Der in der Automobilindustrie um sich greifende Herzinfarkt wird nicht gleich den Tod der Branche bedeuten. Allerdings wird sie leiser treten müssen!