Welcher Eindruck bleibt, wenn das Engagement eines Partners für die Marke – oftmals nach Jahrzehnten – mit Schweigen und Nicht-miteinander-Reden quittiert wird? Wie viel Motivation bleibt, wenn das Management des Importeurs den Partner nicht mehr kennt, sich nicht mehr mit ihm zusammensetzt, um gemeinsam die im Verkauf trockene und in Zukunft wahrscheinlich noch kargere Zeit durchzustehen? Welche Gedanken gehen Händlern durch den Kopf, die all ihre Bonität und Finanzkraft vor Ort in die Waagschale geworfen haben, um all das zu erfüllen, wovon die Konzernzentrale glaubt, dass es die Marke richtig darstellt und für den Kunden angenehm sein könnte – die aber nun keine Antworten auf ihre Fragen, die die Zukunft betreffen, bekommen.
Denn auch der Auslauf der GVO, der bis vor Kurzem – wie auch damit verbundene Kündigungen der Partner – sehr aktuell war, hat vor vitalen Problemen des krisengeprägten Alltags an Brisanz eingebüßt. Hoffentlich, weil sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass ein Regelwerk für die komplizierte Materie Autovertrieb notwendig ist. Hoffentlich nicht, weil die Hersteller auf die automatische Ausdünnung der Netze setzen. Dass sich Autos auch morgen nicht von selbst verkaufen und schon gar nicht selbst servicieren, haben nämlich die meisten schon mitbekommen – die auf Augenhöhe mit dem Partner kommunizieren.