Richard Wagoner, Alan Mulally und Robert Nardelli werben um staatliche Notkredite in Höhe von 25 Mrd. Dollar, 10 für GM, 8 für Ford und 7 für Chrysler. Doch die Politik blockiert, zumindest vorläufig, die staatliche Hilfe. General Motors könnte in der Zwischenzeit das Geld ausgehen, heißt es in Detroit. Auch bei Chrysler schrumpft die Liquiditätsdecke laut CEO Nardelli dramatisch.
Binnen zwei Wochen absolvierten die Chefs der Big Three bereits zwei Anhörungen im Kongress. GM-CEO Wagoner brachte ein Verhandlungspapier mit, das ein dramatisches Krisenszenario skizziert. „Im Oktober ist der Autoabsatz in den USA auf das niedrigste Niveau seit mehr als 25 Jahren und, unter Berücksichtung der Bevölkerungszahl, das niedrigste Niveau seit dem 2. Weltkrieg gesunken“, heißt es in dem GM-Papier.
Ein vollständiger Kollaps der Detroit 3 würde lt. GM im ersten Jahr zu fast 3 Mio. Arbeitslosen führen, darunter 240.000 Mitarbeiter der Autohersteller, 974.000 Beschäftigte bei den Zulieferern und rd. 1.740.000 weitere Personen, die ihre Arbeit in Folge der Entlassungen bei Autoherstellern und Zulieferern verlieren würden
Auch eine Produktionsreduzierung um 50 % würde zur starken Arbeitslosigkeit führen. Laut GM würde es auch in diesem Fall aufgrund von massiven Schwierigkeiten der Zulieferer im ersten Jahr zu einem vollständigen Produktionsstillstand bei den drei US-Herstellern kommen.