Auf Saint-Gobain entfällt der Löwenanteil von 896 Mio. €. Das Unternehmen will gegen das in der EU-Geschichte beispiellose Strafgeld klagen.
Die Autoglashersteller sollen zwischen 1998 und 2003 über Preise sowie die Aufteilung von Märkten und Abnehmern verhandelt haben. Die weiteren Strafen betragen 370 Mio. € für Pilkington, 113,5 Mio. € für Asahi und 4,5 Mio. € für die Soliver-Gruppe, die nur fallweise an den Absprachen teilnahm. Saint-Gobain bereitet eine Klage vor dem Luxemburger EU-Gericht vor.
Das nun verhängte Pönale entspreche 95 % des Jahresumsatzes in der  Erstausstattung in Europa. Die Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes setzte die Strafe für den französischen Konzern um 60 € nach oben, weil das Unternehmen 1984 und 1988 bereits wegen Kartellbildung belangt wurde.



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