Mit Liebe zum Detail, fast akribisch, hat Marquart Details der Semperit-Rallye 1957–1973 und der Donau-Rallye 1964–1971 zusammengetragen und mittels einer kommentierenden Geschichte zusammengefügt, die nur ein Insider schreiben kann. Der Verlag Gebrüder Hollinek/Purkersdorf hat wieder ein besonders liebevoll ausgestattetes Werk mit 452 reich illustrierten Seiten daraus gemacht, dem man unzählige Details entnehmen kann: „Ich habe geschrieben, was der ÖASC für den österreichischen Motorsport getan hat“, sagt Marquart, der damit die 2005 von Martin Pfundner begonnene Dokumentation fortgesetzt hat. „Dort haben nicht nur vergleichsweise wenige Leute ganz Tolles geleistet, die dort tätigen Persönlichkeiten wie z. B. Ossi Vogl außerdem noch ein Wirtschaftsimperium aufgebaut.“ Das neue Buch, das unzählige Autohändler in ihren Autos bei den Rallys zeigt, belegt u. a., dass große Industrieunternehmen unersetzliche Unterstützer des damals wie heute populären Rallyesports waren (Fotos). Das Werk zeigt aber auch, wie rasch der Aufstieg bei den Fahrzeugen erfolgte: Waren die Anfänge in den Fünfzigern noch von kleinen Alltagsautos wie Goggomobil, Puch, BMW 700, DKW und wenigen Porsches geprägt, so wandelte sich das Bild in den Siebzigerjahren mit den hoch motorisierten Porsche-Salzburg-Käfern, den Lancias und Werks-Alpines sowie Porsche-Modellen, die mit ihrer Leistung auftrumpften.
Ernst Marquart, „Wir sind Rallye“, Die Rallyes des ÖASC: Aufbruch in die Moderne. Verlagsbuchhandlung Gebrüder Hollinek, Purkersdorf. 1. Auflage 2008, 19 x 26 cm, 452 Seiten mit 666 Fotos sowie Abbildungen und Tabellen, kartoniert. ISBN 978-3-85119-315-2, Preis: 49 €
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