Auch wenn unter dem Gesichtspunkt der ÖVP-dominierten Wirtschaftskammer mit dem Industriellen Christoph Leitl an der Spitze und der SPÖ-gelenkten Arbeiterkammer politisch die Umsetzbarkeit nicht einfach erscheint, denkt VW-Audi-Seat-Händlerin Leopoldine Schwandl laut über ein „nationales Mittelstandsgesetz“ nach, das die heimischen Klein- und Mittelstandsunternehmen besser schützen kann.
Wenn von den rd. 150.000 österreichischen KMU mit Mitarbeitern auch nur ein Mensch entlassen werden muss, rechnet die Unternehmerin vor, ergibt das zusätzliche Massen an Arbeitslosen. „Mit Stückzahl-Umsatz kann man keine Löhne zahlen“, skandiert die stv. Einzelhandelssprecherin des Automobilhandels und sucht Verbündete für ihre Idee.
Das Bundesgremium des Fahrzeughandels müsste zur Schaffung eines „Mittelstandsgesetzes“ bei seiner Kammerspitze ein positives Gutachten initiieren, die Arbeiterkammer schon aus Gründen der Arbeitsplatzsicherung entsprechende Initiativen über alle Parteiinteressen hinweg unterstützen. EU-Kommissarin Neelie Kroes hat eine diesbezügliche Verantwortung bereits an die nationalen Kompetenzen verwiesen.