Eine angeblich zwischen Profi-Geschäftsführer Karlheinz Wörle und Semperit-Vertriebsgeschäftsführer Dipl.-Ing. Martin Berg nicht abgesprochene Flugblattaktion mit sämtlichen Konzern- als auch Fremdmarken von Bridgestone, Vredestein und Goodyear sorgt für Wirbel im heimischen Reifengroß- und -einzelhandel.
Insider vermuten hinter dieser Vorgangsweise der beiden zum Continental-Reifenkonzern zählenden Unternehmen eine Angleichung der Preise an das deutsche (internationale) Preisniveau, um dem Verdrängungswettbewerb aus dem Ausland entgegenzuwirken. In einem Aufwaschen sollen damit auch die enormen Altbestände der deutschen Vergölst-Gruppe abverkauft werden, zumal Georg Leskin für alle Continental-eigenen Vertriebs- und Serviceketten als Einkaufsmanager fungiert.
Wörle will mit „wettbewerbsattraktiven Preisen“ Marktanteile gewinnen und tritt daher aggressiver auf, als die Profi-Gruppe das bisher tat, und hat eindeutig Forstinger, ATU und Konsorten im Visier.
Berg distanziert sich von Wörles „Politik der marktschreierischen Manier“ und will sich nicht weiter provozieren lassen. Beide bestätigen, sich gegenseitig in dieser Vermarktungsfrage nicht abgestimmt zu haben. Nun soll die weitere Vorgangsweise mit dem Mutterkonzern in Hannover ausdiskutiert werden, um keinen falschen Eindruck von „Repositionierungsaktionen der Continental-Marken im Hofgeschäft“ zu produzieren.