Sinn machen CO2-arme Baureihen jedenfalls vor dem Hintergrund des strengen Flottengrenzwerts von 120 g/km, den das EU-Parlament ab 2012 durchsetzen will. So präsentiert Volkswagen gleich zwei Derivate des Passat, den Variant BlueTDI mit komplexem SCR-Katalysator sowie den nach bekanntem Muster zusammengestellten TDI Bluemotion. Konzernschwester Audi zeigt analog den A4 TDI concept e. Auffällig der Innovationswille kleinerer Marken: Hyundai versteht sich als Technologieführer bei leistbaren Brennstoffzellenfahrzeugen und zeigt eine Hybridstudie des Santa Fe, Kia will 2010 serienreife Hybridversionen von c’eed und Soul auf den Markt bringen.
Doch ist es tatsächlich die Umweltdiskussion, die Kunden von den Schauräumen fernhält? Eher sind es wohl die allgemein gestiegenen Kosten und die wirtschaftliche Unsicherheit, die weniger Geld fürs Auto über lassen. Es zeigt sich, dass die Hersteller zunehmend darauf reagieren. So positioniert Kia den schon erwähnten Soul als Crossover im Golf-Segment, Chevrolet den Cruze als voraussichtlich vergleichbar gepreiste Sportlimousine. Ford setzt auf die zweite Generation des günstigen Kleinwagens Ka, Hyundai auf den Getz-Nachfolger i20.
Eines hat in Paris – zumindest in den offiziellen Vorstandsreden – Seltenheitswert: Einsicht in die nüchterne Wahrheit der dauerhaft stagnierenden Märkte. Dass dieses Bewusstsein in Österreich mindestens ebenso sehr fehlt, zeigt der Zahlentausch der Importeure. Demnach hat der Gesamtmarkt im September Vorjahresniveau erreicht – trotz allseits negativer Stimmungsbilder im Einzelhandel. Wer wird da gleich an einen neuen Kurzzulassungsrekord denken?
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