Prompt sieht Leißing die Interessen des Autohauses unter dem Schirm der Importeure mit mehr Zukunftspotenzial ausgestattet als in ungebundener unternehmerischer Freiheit. Am Denkreflex hat sich nach seiner Pensionierung nichts geändert. Auch nicht bei den Veranstaltern!
Vor rd. 70 Teilnehmern aus der Salzburger Autohausszene stießen die Ausführungen Leißings auf Schmunzeln, erfordert die Zukunft doch völlig neue Denkprozesse, zumal sich die Wirtschaft global und in der Folge national massiv weiter entwickelt. Aktuell nicht zum Vorteil der Wirtschaftstreibenden.
Alte Strukturen unterstützen die Funktionärsarbeit nicht mehr. Warum greift die jüngere Kommerzialratsgilde die in Eurotax-AUTO-Information ventilierte Idee von Dr. Josef Lamberg und Leopoldine Schwandl zur Gründung einer Interessenvertretung für den Mittelstand nicht auf? Da könnte unter einem geschickten Lobbying, alle Interessenlager verknüpft, das Ganze der Kfz-Branche im Auge behalten werden.
Entscheidungen über Erfolg oder Misserfolg einer Marke im Markt im Dialog zwischen Hersteller – Importeur – Händler – Servicebetrieb werden künftig nicht über lexikondicke Verträge abgewickelt. Dafür ist weder Geld im Betrieb noch beim Kunden vorhanden.
Dem „weisen Mann“ stünde es, befreit von der Last seines einstigen Brötchengebers, ganz gut zu Gesicht, sich mit einer kalkulierbaren Wahrheit dem Autogeschäft zu nähern. Dann erst, meine Damen und Herren, wird den Klein- und Mittelständlern geholfen. Politische Barrieren mit geistigem Stacheldraht zu etablieren, ist nach wie vor die Komik in unserem Land. Innerhalb der „kommerzialrätlichen“ Abschottung ist die Autowelt schon jetzt nicht mehr in Ordnung.