Die Ernte des Frusts ist eingefahren. Der Wirtschaft treibende Mittelstand hat den Denkzettel ausgestellt. Ist da noch Platz für die Platzhalter-Funktionäre, die auf ihren Sesseln klebend in alten Erinnerungen schwelgend, vergessen haben, wofür sie da sein wollten?
Die „Wirtschaftspartei“ ÖVP hat es fertig gebracht, ihre Stammwähler durch Tatenlosigkeit ebenso zu Protestwählern zu machen wie die SPÖ ihre Arbeiter und Angestellten. Bedingungslos wird dem EU-Gehorsam die Regionenverantwortung geopfert. Der Klein- und Mittelstand werden von der Politik mit Füßen getreten und die Funktionäre leihen ihnen dafür ihre Stiefel.
Bei einer Stammwähler-Klientel kommt das auf Dauer nicht gut an. Sie suchte und fand ihr Ventil – der politische Erdrutsch hat alte Seilschaften zerstört.
Alte Seilschaften, denen die Mobilität nur zur Geldbeschaffung wichtig ist, ohne daran zu denken, das Mobilität die Wirtschaft im Kreislauf hält, allerdings für die Bevölkerung auch leistbar bleiben muss. Für unnötige Schallschutzwände, Fahrbahnrückbauten und Straffallen ist jede Menge Geld vorhanden, für das Sozialsystem nicht. Das allein mit Umwelt zu erklären, schluckt der Wähler nicht mehr.
Dabei suchen die meisten Wähler einfach nur Stabilität. Sie wollen sich Mobilität wieder leisten können genauso wie Essen und Wohnen. Aber wohin fließen die Gewinne der Konzerne? Ins Ausland, wo jetzt die Finanzkrise ausgebrochen ist. Dieses Geld sieht Österreich nie wieder, dafür trocknet unser Land wirtschaftlich weiter aus.
Das Ergebnis spüren wir an allen Ecken und Enden. Dem Mittelstand geht die Kraft verloren.
Aber wie soll Politik berechenbar sein, wenn sich die eigenen Parteienkonstruktionen ihre eigenen Wahrheiten leisten. Als Beispiel die Autoneuzulassungen: Erstunkene und erlogene 300.000 Neuwagen Jahr für Jahr sorgen bei den Politköpfen für immer neue Steuerideen, um den Bürger schröpfen zu können. Tatsächlich sind es maximal 265.000, die im Zwölfmonatszyklus heimische Straßen frequentieren. Selbstständige und Arbeitnehmer gehen daran zugrunde.
Da ging, von der Parteibasis gegängelt, jedes Augenmaß verloren. Aber auch dem Staat werden beim Schröpfen der Bürger Grenzen gesetzt. Die wurden nun erreicht.
Funktionäre dieses Landes, hört auf mit der Taktiererei, die Wirtschaft kann es sich nicht mehr leisten.
Werte Kommerzialräte, lernt aus dieser Krise und zieht daraus die richtigen Konsequenzen.