Die Folge ist (bei einer Überschuldung von über 14 Mio. €) das Ausgleichsverfahren. Betroffen sind etwa 270 Gläubiger, der Personalstand wurde schon in den vergangenen Monaten von 67 auf 21 Mitarbeiter reduziert.
Laut den Kreditschützern von KSV und AKV war ein spanischer Großauftrag schlussendlich für die dramatische Entwicklung des zur Christof Group gehörenden Unternehmens ausschlaggebend. Die Errichtung dieser Biodieselanlage band Ressourcen, die anderswo benötigt worden wären. Darüber hinaus führten Meinungsunterschiede mit den spanischen Auftraggebern dazu, dass dringend benötigtes Kapital in der Höhe von 27,6 Mio. € nicht abgerufen werden konnte. Schlussendlich kamen noch die öffentliche Diskussion um Biotreibstoffe sowie die rasante Verteuerung der Grundstoffe hinzu, sodass für das 1992 gegründete Unternehmen die wirtschaftliche Luft zu dünn wurde. Den Gläubigern wird aus heutiger Sicht eine Quote von 40 % angeboten, diese könnte nach Angaben der Kreditschützer im Laufe des Ausgleichsverfahrens aber noch verbessert werden.
www.christof-group.at
